Samstag, Februar 13, 2010

Wasser Illusionen


Wie die Stille übers weite Wasser hergewandert kommt -!
während Tages letzte Rosenglut verglimmt, verschwimmt.
Wie die Stille übers weite Wasser hergewandert kommt -!
während schwärzlichen Gebirgen düsterroter Mond entflammt.
Wie die Stille übers weite Wasser hergewandert kommt -!
Zornig schreit im tiefen Wald ein Vogel - und verstummt.
Wie die Stille übers weite Wasser hergewandert kommt -!

Christian Morgenstern

The Ghost Writer (by R. Polanski)


Applaus für den berühmtesten Häftling der Schweiz: Roman Polanskis neuer Film «The Ghost Writer» feierte gestern in Berlin seine Weltpremiere – in Abwesenheit des Regisseurs.

Film-Kritik in der baz

Freitag, Februar 12, 2010

Zermatt und "gute alte Zeiten"


Letztes Wochenende war ich in Zermatt. Vor 44 Jahren war ich auch schon in Zermatt. Beide Male auf dem Gornergrat. Da lohnt sich doch ein Vergleich. Wie die Zeit vergeht. Die gute alte Zeit.....

Donnerstag, Februar 11, 2010

Ein Blick zurück in die "gute alte Zeit"

Besuch im Restaurant Waldegg, bei Trogen: Behutsam stellen die Gastgeber im Schnuggebock die Zeit zurück. Währschafte Kost. Kein Schickimicki, nichts vom anderen Ende der Welt. Einheimische Äpfel statt exotischer Orangen. Dort, bei Grosi im Bauernhaus geht alles einen Tick langsamer, genussvoller. Plötzlich vom Nebentisch: Wortfetzen in unbekannter Sprache. Japanisch, Russisch, Englisch. Gäste von überall, die dasselbe suchen. Das Echte, das Unverfälschte. So ist der Schnuggebock. Weltweit einzigartig. Das Beste von gestern. Ich habe mich köstlich amüsiert. Der Schnuggebock ist ein Besuch wert.

Dienstag, Februar 09, 2010

Breaking News aus Zermatt

Gornergrat erstmals über die berüchtigte Nordflanke in Schneeschuhen bezwungen!

Eine Gruppe von verwegenen Helden überwand vergangenen Samstag die letzte grosse Herausforderung der Alpen, die berüchtigte Nordflanke des Gornergrats. Nicht kletternd, nicht per Ski und nicht auf dem Snowboard, sondern auf Schneeschuhen.

Acht Stunden dauerte die Tor-Tour, ohne Käseschnitte oder Extrawurst, aber immerhin mit einem kurzen Apéro vor der Kapelle.

Unterwegs lernten die Gratbezwinger mit Barryvox und Suchstangen umgehen, Lerchen von Arven zu unterscheiden, und bei einem geselligen Mittagessen pflegte man auch kollegiale Freundschaften.

Todmüde im Gletscherdorf angekommen, stürzten sich die Helden in die Badewanne, wo sie sich von den Strapazen erholten. Der Gornergrat-Rekord wird in die Geschichte eingehen.

(Namen, Ort und Ereignisse müssen mit der Realität nicht übereinstimmen)

Baustelle statt Luxuschalet

Ein böses Erwachen erlebten Touristen aus England und Norwegen in Verbier (VS): Anstelle des über Internet gemieteten Luxuschalets fanden sie ein leeres Grundstück vor. Eine Betrugsmasche, die in Schweizer Ferienorten immer öfter vorkommt.

Der jüngste Fall in Verbier betrifft eine Ausschreibung auf der Internetseite www.skichalet-verbier.com, die ein luxuriöses Ferienchalet im Walliser Ort anpreist. Überzeugt vom Angebot bezahlten englische Touristen die Miete von 8200 Euro für eine Woche und packten ihre Koffer, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte.

Als sie in Verbier eintrafen, stellten sie fest, dass das Chalet gar nicht existierte, sagte Polizei-Sprecher Jean-Marie Bornet.

Das Tourismusbüro kontaktiert

Auch einige Touristen aus Norwegen fielen auf den Betrug herein. Nach der Anzahlung von 2000 Euro seien einige von ihnen misstrauisch aber geworden und hätten das Tourismusbüro von Verbier kontaktiert, sagte dessen Sprecher Pierre-Yves Délèze. «Mir sind rund fünf Fälle dieser Art in diesem Winter bekannt.»

Was die Engländer angehe, habe man ihnen in aller Eile ein Hotelzimmer organisiert und sie zur Polizei geschickt. Aufgrund ihrer Anzeige konnte die besagte Internetseite blockiert werden.

Katz und Maus mit den Betrügern

Nur: Die Anbieter des betrügerischen Händels haben sich beeilt, die Webseite bei einem anderen ausländischen Provider unterzubringen, wie Bornet weiter erklärte. Am Samstag jedoch war auch diese Webseite nicht mehr aktiv, wie die SDA feststellte.

Es ist ein Katz- und Mausspiel für die Polizei. Die Angaben des Besitzers der Domain seien von einer anonymen Gesellschaft geschützt, schreibt die Walliser Kantonspolizei in einer Mitteilung. «Es ist sehr schwierig, die Personen hinter Internetseiten dieser Art zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen.»

Erster Fall vor drei Jahren

Diese Art von Betrug kam auf, als das Internet vermehrt zu touristischen Zwecken benutzt wurde. Ein erster Fall sei ihm vor drei Jahren begegent, erinnert sich der Sprecher vom Tourismusbüro in Verbier. Das Dorf habe sofort reagiert, um seinen Ruf nicht zu gefährden und hat auf der eigenen Webseite eine Warnung veröffentlicht.

In den vergangenen Jahren haben sich solche Vorfälle auch andernorts ereignet, sagte die Sprecherin von Schweiz Tourismus, Véronique Kanel, auf Anfrage. Diese Art von Betrug habe diejenigen der falschen Zeitungsinserate abgelöst. Kanel empfiehlt künftigen Mieterinnen und Mietern von Chalets, sich vor der Überweisung zu versichern, ob das Angebot auch wirklich echt ist.

Montag, Februar 08, 2010

17 Stunden lang unter Lawine überlebt

21-jähriger Waadtländer überlebt 17 Stunden unter Schneedecke
Ein Waadtländer hat in der Region Evolène im Wallis (siehe Karte) 17 Stunden unter einer 50 Zentimeter dicken Schneedecke überlebt. Der 21-Jährige war am Samstag ausserhalb der markierten Skipiste von einer Lawine verschüttet worden.

Erst am Sonntag gelang es den Rettungskräften, ihn zu bergen. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei war der junge Mann am Samstag gegen 16.30 Uhr von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion wurde ausserhalb der markierten Piste ein Lawinenkegel festgestellt.

Eine Skispur führte in die Lawine und verlor sich in den Schneemassen. Die Suche musste aufgrund von Sicherheitsrisiken allerdings um 1.30 Uhr unterbrochen werden.

Bei Tagesanbruch überflog ein Helikopter der Air-Glacier die Lawine. Rettungskräfte registrierten Bewegungen auf dem Lawinenkegel und konnten den Vermissten in der Folge bergen. Bei vollem Bewusstsein und mit leichter Unterkühlung wurde er ins Spital geflogen.

Dass der junge Mann überlebt hat, sei ein "besonderes Ereignis", schreibt die Polizei. Gemäss ersten Erkenntnissen habe er dank einem kleinen Hohlraum überlebt, den er vor seinem Gesicht geformt hatte. Auf diese Weise kam er zu Frischluft.

Mittwoch, Februar 03, 2010

Nackte Tatsachen immer populärer

Ob Doktorandin, Hausfrau, Verkäuferin, Sekretärin, Laborantin oder Dentalassistentin: Die Boulevard-Zeitung «Blick» wird mit Anfragen von Frauen überschwemmt, die sich halbnackt auf Seite 1 zeigen wollen. Warum eigentlich?

«Angesichts der sexualisierten Zeit, in der wir leben, ist der Erfolg der «Blick»-Girls nicht erstaunlich», sagt Dominique Grisard vom Zentrum für Gender Studies an der Universität Basel. «Das ist Teil eines Zeitphänomens: Sich sexy zu geben, bedeutet heute, selbstbewusst zu sein.» Der Körper werde, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, vermehrt als Kapital eingesetzt. Sich offenherzig zu zeigen, sei eine Form der Selbstverwirklichung. «Die Blick-Girls wollen diese paar Sekunden Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit wird dabei oft mit Anerkennung verwechselt», so Grisard. Auch hätten sie womöglich das Gefühl von Macht. Früher waren freizügige Fotos ein Zeichen der Unterdrückung. Heute ist das gemäss Grisard anders. «Das Tabu ist nicht mehr, sich nackt ablichten zulassen. Tabu ist vielmehr, sich und anderen einzugestehen, dass man es nicht nur selbstbestimmt tut.» Immerzu sexy sein zu wollen, sei zu einer gesellschaftlichen Anforderung an Frauen geworden.

Ganz andere Worte findet die Psychologin und Feministin Julia Onken. Sie findet die erotischen Fotos nicht so unproblematisch: «Hier hat die patriarchale Gehirnwäsche ganze Arbeit geleistet», so Onken. Diese nämlich habe Frauen dazu gebracht, sich über die Bewirtschaftung von Weiblichkeit zu definieren. «Ganz nach dem Motto: Ich werde begehrt, also bin ich.» Die Frauen beschränkten sich darum auf die einfachste Möglichkeit, sich darzustellen. «Dahinter steht ein archaisches Bild: Früher galt es als die Aufgabe der Frau, sich erotisch zu präsentieren, um überhaupt wahrgenommen zu werden.»

Warum sich viele Frauen als «Blick»-Girl bewerben, kann Onken darum nicht verstehen. «Einige Frauen haben anscheinend immer noch nicht begriffen, dass das Kapital nicht im Körper, sondern im Hirn liegt.» Sie habe die Profile der «Blick»-Girls studiert, sagt Onken, und dabei sei ihr aufgefallen, dass die meisten von ihnen Wünsche äusserten, die andere für sie erfüllen müssen, etwa eine Villa oder eine Weltreise. «Offenbar gehen die Frauen nicht davon aus, dass sie diese Ziele selbst erreichen könnten», so Onken.

Ob modern oder archaisch: Der Trend, sich zu präsentieren, sei es auf der Seite 1 eines Boulevardblatts oder bei einer Castingshow, und den eigenen Augenblick der Aufmerksamkeit zu geniessen, scheint ungebrochen. (Tagesanzeiger)

Dienstag, Februar 02, 2010

Wer hat noch kein Google-Handy?



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Geissengedicht



Wisst ihr was ne Ziege ist?


Eine Ziege, die macht immer Mist.


Sie ist “bockig” und hat ihre “Zicken”


und kann das “Meckern” nie verdrücken.


Zuweilen könnt man diese Zeichen


durchaus mit menschlichen vergleichen


und mit “Dumme Ziege”, wie es scheint


ist sowieso ein Mensch gemeint!