Freitag, Juni 12, 2009

Der Totengräber


bern, im jahre des herrn 1348:
die junge stadt wächst und gedeiht und wird von johann II. von bubenberg
mit starker hand regiert. die handwerker bringen der stadt reichtum und
ansehen, die ritter sorgen mit ihren kriegszügen für den weltlichen erfolg
und der deutschordensleutpriester diebold baselwind, die mönche und beginen
sorgen sich um die seelen ihrer schäfchen. es geht alles seinen geregelten
lauf, bis eines tages alles anders wird. gerüchte erreichen die stadt.
es heisst: die pestilenz wandere langsam aber unaufhaltsam das rhonetal
hinauf und bedrohe bern. man handelt sofort! schuldige müssen gefunden werden.
sie werden gefunden und dem feuer übergeben.
dennoch passiert das unfassbare: im frühsommer, im jahre des herrn 1349,
erreicht die pestilenz, das grosse sterben, die stadt. sie taumelt im tanz
mit dem schwarzen tod und wer kann, flieht. adlige verlassen ihre häuser,
der klerus seine schäfchen und eltern ihre kinder. manche verlassen sich
auf ihr glück, nehmen sich was sie kriegen können und leben in saus und
braus. die geissler nehmen die sünden der welt auf sich und ziehen zur
sonnenwende in die stadt, doch die pestilenz wütet weiter. selbst gevatter
tod hat genug vom grossen sterben.
und der totengräber? der entführt euch ins mittelalterliche bern und gräbt
vergessene geschichten für euch aus. folgt ihm und ihr werdet sie
kennenlernen, die stadt, die vom schwarzen tod gegeisselt wurde und
unaufhaltsam einer neuen zeit entgegentanzte.

öffentliche vorstellungen
vom 17. juni bis 28. oktober 2009
mittwochs um 20:05 uhr
bei jeder witterung

Der Totengräber


bern, im jahre des herrn 1348:
die junge stadt wächst und gedeiht und wird von johann II. von bubenberg
mit starker hand regiert. die handwerker bringen der stadt reichtum und
ansehen, die ritter sorgen mit ihren kriegszügen für den weltlichen erfolg
und der deutschordensleutpriester diebold baselwind, die mönche und beginen
sorgen sich um die seelen ihrer schäfchen. es geht alles seinen geregelten
lauf, bis eines tages alles anders wird. gerüchte erreichen die stadt.
es heisst: die pestilenz wandere langsam aber unaufhaltsam das rhonetal
hinauf und bedrohe bern. man handelt sofort! schuldige müssen gefunden werden.
sie werden gefunden und dem feuer übergeben.
dennoch passiert das unfassbare: im frühsommer, im jahre des herrn 1349,
erreicht die pestilenz, das grosse sterben, die stadt. sie taumelt im tanz
mit dem schwarzen tod und wer kann, flieht. adlige verlassen ihre häuser,
der klerus seine schäfchen und eltern ihre kinder. manche verlassen sich
auf ihr glück, nehmen sich was sie kriegen können und leben in saus und
braus. die geissler nehmen die sünden der welt auf sich und ziehen zur
sonnenwende in die stadt, doch die pestilenz wütet weiter. selbst gevatter
tod hat genug vom grossen sterben.
und der totengräber? der entführt euch ins mittelalterliche bern und gräbt
vergessene geschichten für euch aus. folgt ihm und ihr werdet sie
kennenlernen, die stadt, die vom schwarzen tod gegeisselt wurde und
unaufhaltsam einer neuen zeit entgegentanzte.

öffentliche vorstellungen
vom 17. juni bis 28. oktober 2009
mittwochs um 20:05 uhr
bei jeder witterung

Donnerstag, Juni 11, 2009

Ein Berner namens Morgenstern.....

......fuhr via Belp von Thun nach Bern.

Er spürte schon in Seftigen
im Halse einen heftigen
und ausgesprochen heissen Durst.
Am Anfang war ihm dieses wurst;
drum gönnte er in Mühlethur-
nen sich ein Gläschen Roten nur
und rollte gegen Kaufdorf.

Dies ist zwar nicht ein Saufdorf,
doch Morgenstern, noch immer trocken,
blieb lange in der Wirtschaft hocken
und ist dann später stockbesoffen
im Dorfe Toffen eingetroffen.



Er trank dort einen Café marc
und sah dann scheinbar wieder klar;
doch später, kurz vor Kehrsatz,
vergass er jenen Lehrsatz,
der sagt, dass jenem, welcher trinkt
und autofährt, das Zuchthaus winkt.

Drum brachte er in Wabern
diversen Kandelabern
am Strassenrande Schaden bei.
Dann schnappte ihn die Polizei.

Gewiss: der Name Morgenstern
steht nicht im Burgerbuch von Bern;
er dient auch lediglich zur Tarnung
für eine allgemeine Warnung.

Ein Berner namens Morgenstern.....

......fuhr via Belp von Thun nach Bern.

Er spürte schon in Seftigen
im Halse einen heftigen
und ausgesprochen heissen Durst.
Am Anfang war ihm dieses wurst;
drum gönnte er in Mühlethur-
nen sich ein Gläschen Roten nur
und rollte gegen Kaufdorf.

Dies ist zwar nicht ein Saufdorf,
doch Morgenstern, noch immer trocken,
blieb lange in der Wirtschaft hocken
und ist dann später stockbesoffen
im Dorfe Toffen eingetroffen.



Er trank dort einen Café marc
und sah dann scheinbar wieder klar;
doch später, kurz vor Kehrsatz,
vergass er jenen Lehrsatz,
der sagt, dass jenem, welcher trinkt
und autofährt, das Zuchthaus winkt.

Drum brachte er in Wabern
diversen Kandelabern
am Strassenrande Schaden bei.
Dann schnappte ihn die Polizei.

Gewiss: der Name Morgenstern
steht nicht im Burgerbuch von Bern;
er dient auch lediglich zur Tarnung
für eine allgemeine Warnung.

Dienstag, Juni 09, 2009

Ode an Bern


Eine bunte Stadt,
nein, bist du nicht.
Doch seh ich mich nicht satt,
wenn sich die Sonne bricht
über deinen Dächern.

Du bist nicht groß
Und scheinst zu schlafen,
stellst niemanden bloß,
träumender Hafen.

Die Aare umarmt dich Tag und Nacht,
von ferne grüßen dich die weißen Riesen.
Bern Bernensis hält Wacht,
der Winter naht in kalten Brisen.

Deine Menschen sind entspannt,
stets gibt’s ein freundlich Wort.
Weder gehetzt noch gerannt,
wer will schon fort.

Die Lauben laden ein,
bei Sonne und bei Regen.
Essen und Trinken sehr fein,
das Münster gibt den Segen.

Du stolze Hüterin des Schwurs,
bergige Insel in Europa,
bleibe so und bleib auf Kurs.
Freie Sicht aufs Mittelmeer.

SABINE WOLLGARTEN

Ode an Bern


Eine bunte Stadt,
nein, bist du nicht.
Doch seh ich mich nicht satt,
wenn sich die Sonne bricht
über deinen Dächern.

Du bist nicht groß
Und scheinst zu schlafen,
stellst niemanden bloß,
träumender Hafen.

Die Aare umarmt dich Tag und Nacht,
von ferne grüßen dich die weißen Riesen.
Bern Bernensis hält Wacht,
der Winter naht in kalten Brisen.

Deine Menschen sind entspannt,
stets gibt’s ein freundlich Wort.
Weder gehetzt noch gerannt,
wer will schon fort.

Die Lauben laden ein,
bei Sonne und bei Regen.
Essen und Trinken sehr fein,
das Münster gibt den Segen.

Du stolze Hüterin des Schwurs,
bergige Insel in Europa,
bleibe so und bleib auf Kurs.
Freie Sicht aufs Mittelmeer.

SABINE WOLLGARTEN

Samstag, Juni 06, 2009

Ich und mein Schatten



Idee and Fotos Peter Schibli

Ich und mein Schatten



Idee and Fotos Peter Schibli

Descendants of Swiss-Italian emigrants tell their ancestors' stories. - swissinfo

During the 19th century people left Switzerland's Italian-speaking canton of Ticino for a better life abroad. Large numbers went to Australia, the United States and Britain. While their beginnings were often similar, once in the New World they followed very different paths. (swissinfo.ch)




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Descendants of Swiss-Italian emigrants tell their ancestors' stories. - swissinfo

During the 19th century people left Switzerland's Italian-speaking canton of Ticino for a better life abroad. Large numbers went to Australia, the United States and Britain. While their beginnings were often similar, once in the New World they followed very different paths. (swissinfo.ch)




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